Besuch aus Mittelfinnland

Finnlandaustausch der Ederseeschule Herzhausen

Ein Bericht von Susanne Kubat

15 Jugendliche und zwei Lehrer aus der finnischen Partnerschule in Tikkakoski verbrachten eine intensive und spannende Woche an der Ederseeschule in Herzhausen. In Gastfamilien untergebracht, erfuhren sie hautnah die deutsche Kultur und das deutsche Schulsystem. Im Unterricht in den Klassen ihrer Gastgeschwister konnten Unterschiede zum finnischen Schulalltag festgestellt und direkte Vergleich gezogen werden. Die begleitenden finnischen Lehrer Jaana Simola und Tuomas Ikonen hospitierten ebenfalls im Unterricht der Fachkollegen.


Der Schüleraustausch mit Finnland – einst initiiert vom europäischen Schüleraustauschprogramm „Comenius“-  hat an der Ederseeschule schon eine lange Tradition. Seit mehr als 15 Jahren findet er zweimal jährlich statt. „Dennoch ist dieses Jahr besonders“, so Susanne Kubat, die das Projekt betreut. „Es ist die bislang größte Gruppe angereist und zudem nehmen an diesem Austausch erstmals fast gleichviele Jungen wie Mädchen teil. Das finde ich toll!“ Die Stimmung war prächtig. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich bei schönstem Sommerwetter vom Nationalpark Kellerwald-Edersee begeistern, besuchten den (sehr schön vollen) Edersee und reisten mit der Bahn in die Universitätsstadt Marburg. Die sommerliche Hitze konnten sie beim Baden im Eder- und Teichmannsee gut ertragen.

Ein Highlight des diesjährigen Programmes war sicherlich der Besuch beim Hessentag in Korbach: Nach der Begrüßung durch den Landrat persönlich, bekam jeder eine Tüte mit Informationen zur Region und kleinen Erinnerungen geschenkt und konnte sich anschließend  auf der Hessentagsmeile informieren und vergnügen. 

Abschiedstränen wurden am Dienstag in der Frühe vergossen, als der der Bus die Reisenden nach Frankfurt zum Flughafen brachte, denn es waren bereits Freundschaften geschlossen worden. „Das ist das Ziel solcher Austausche“, sagte Susanne Kubat, „Der Termin des Rückbesuches nach Finnland im Herbst steht schon fest und gibt Anlass zur Hoffnung auf ein Wiedersehen. Wir sind dankbar für die Förderung durch die EU, die wir bei diesem Projekt erfahren haben.“