Q-Tipps gehören nicht ins Abwasser!

Ein Artikel der Kinder der Klasse 4a

Wir, die Klasse 4a der Ederseeschule Herzhausen, liefen vor kurzem bei unserem Wandertag zusammen mit unserer Klassenlehrerin, Frau Eberlein-Fischer, und Frau Tausch als Begleitung 2,5 km zur Kläranlage „Ittertal“.
Als wir in der Kläranlage angekommen waren, empfing uns Herr Umbach, der stellvertretende Klärwerksleiter. Er zeigte uns die gesamte Anlage.
Das Abwasser kommt aus den Orten Dorfitter, Thalitter, Obernburg, Marienhagen, Korbach, Niederense, Oberense, Nordenbeck, Immighausen, Lengefeld und Lelbach.
Zuerst fließt das Abwasser durch den Rechen. Dort werden große Schmutzteile, wie z.B. Unterhosen, entfernt. Danach fließt das Wasser in den Sandfang, wo kleinere Schmutzteilchen (z.B. Sand, Asche, Kies) abgefangen werden.Als nächstes wird das Wasser in das Vorklärbecken geleitet, wo sich es sich zwei Stunden ausruht. Dabei werden Öle und Fette entfernt.
Im Belebungsbecken werden dem Wasser anschließend Bakterien hinzugefügt. Dadurch werden winzige Schmutzteile in Klärschlamm verwandelt.

Im Nachklärbecken setzt sich der Klärschlamm ab. Ein Teil von ihm wird zurück ins  Belebungsbecken gepumpt. Im Faulturm wird der andere Schlamm getrocknet. Dabei wird Biogas erzeugt. Das Biogas wird zur Wärme- und Stromversorgung des Klärwerks genutzt.
Im Schlamm tauchen auch immer wieder Q-Tipps auf, die da gar nicht hineingehören. Denn so können sie auch auf Felder gelangen, wo Tiere sie auch fressen könnten.

Nach der Besichtigung des Klärwerks besuchten wir auch das Labor. Dort erklärte uns ein Labormitarbeiter, dass jede Minute eine Probe aus den Becken genommen wird. Diese werden alle zwei Stunden oder manchmal auch in größeren Abständen untersucht, damit man weiß, ob das Wasser aus der Kläranlage auch so in die Itter geleitet werden darf.
Danach machten wir eine Frühstückspause und durften Herrn Umbach noch interviewen.

Wir erfuhren, wie sich die Anlage entwickelt hat und wie viele Becken es gibt und dass Herrn Umbach seine Arbeit sehr gut gefällt. Danach bekamen wir noch Informationsmaterial über die Kläranlage und Gummibärchen zum Abschied. Dann wanderten wir wieder nach Herzhausen zurück.
Wir danken Herrn Umbach und dem ganzen Team der Kläranlage für den tollen Vormittag!
Und was wir bei unserem Wandertag gelernt haben?

Na, Q-Tipps gehören auf keinen Fall ins Abwasser!